Jean Schmitz  |  Ein Leben mit Farbe

Sein Atelier sieht so aus, als würde er gerade zeichnen, aquarellieren, malen oder mit der Feder Kalligraphien zu Papier bringen. Rund 15 Jahre nach seinem Tod zeigt seine Tochter das Werk ihres Vaters Jean Schmitz in dessen Dürener Haus am Grünen Weg 38.

Goethes Erkenntnis „Das einfach Schöne soll der Kenner schätzen“ war Leitgedanke von Jean Schmitz. Er liebte die Kontraste, die Farbenpaare. Das warme Gelb setzte er gegen das kalte Blau, Grün gegen Rot. Farbtöne haben in seinem Werk auch optisch eine Tiefe. Gelb und Orange drücken Nähe aus, Blau und Violett rücken in die Ferne.

 Zu sehen sind in dieser Werkschau u.a.:

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frühe Arbeiten aus seiner Zeit an der Werkkuntsschule Köln

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meist auf Butterbrotpapier hingeworfene Zeichnungen und Aquarelle aus dem 2. Weltkrieg (Italien, Russland, Frankreich, Deutschland)

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Kalligraphien, die Jean Schmitz u.a. mit Zeichnungen vor und nach der Zerstörung Dürens verband, oder das Grundgesetz zum Thema haben.

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heitere Eifel-Landschaften und – sein Spätwerk – die schöne Gegend um den „Golfe du Morbihan“ in der Bretagne.

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Wandmalerei, Sgrafitto und Fresko.

Jean Schmitz‘ künstlerische Wurzeln: Bauhaus, Werkkunstschule, Maler-Meisterprüfung, Lehrer an der Berufssschule und VHS-Dozent, mit über „75“ wieder  Student an der frisch aus der Taufe gehobenen „Akademie Aachen für gestaltendes Handwerk“. Jean Schmitz starb vor über 15 Jahren, sein Atelier aber blieb unverändert.

Vita 

1912

am 4. Mai in Düren geboren

Ausbildung


1926–1928

Malerlehre

1929

Bauhaus Dessau

1934–1938

Kölner Werkkuntschule

1939

Meisterprüfung

1949–1962

Lehrtätigkeit Berufsschule Düren

VHS-Dozent für Schriftgestaltung

1966–1986

Obermeister Malerinnung Düren

1986

Ehrenobermeister

1988–1991

Studium an der Akademie für gestaltendes Handwerk Aachen 

Farb- und Raumgestaltung

seit 1946

Arbeiten an Sakral- und Profanbauten, 

Restaurierung und Ausmalung von Baudenkmälern, 

u.a. Anna-Notkirche

Ausstellungen

Aachen, Berlin, Bonn, Brüssel, Düren, Düsseldorf, Köln, Lüttich. Nörvenich, 

Paris, Viersen. 


Seine letzte Ausstellung war im Leopold-Hoesch-Museum Düren