Thamures Amirmostofian 

Der Künstler wurde 1948 im Norden des Iran geboren und wuchs an der Küste des Kaspischen Meeres auf, studierte die russische Sprache und ist diplomierter Dolmetscher. 1985 musste er aus dem Iran fliehen und fand seine neue Heimat in Düren, wo er einen Kiosk in der Innenstadt führt.

2005 begann Thamures Amirmostofian als Autodidakt, nur ausgerüstet mit einem Flacheisen, einem Gummihammer und einem ungezähmten Willen, im Hinterzimmer des Kiosks seine Bildhauerlaufbahn. Sein "Atelier" ist winzig, und die erschaffenen Kunstwerke streiten mit Weinflaschen und Zigarettenhülsen um einen Lagerplatz. Das Holz bekommt er geschenkt von Nachbarn oder findet es in Parks und an der Rur. 

Die Themen seiner Schnitzarbeiten sind weit gesteckt. Sehr oft wird die Begegnung und das Verhältnis von Mann und Frau zum Arbeitsinhalt. Thamures Amirmostofian ist aber auch ein genauer Beobachter der politischen und gesellschaftlichen Landschaft. Themen daraus greift er in seinem Werk auf, rückt die unterdrückten Menschen in seiner Heimat in den Blickpunkt, aber auch Hartz IV oder die Steuerreform. Naturbeobachtungen, Vögel, Portraits und Stillleben runden die Werkschau ab.